Biografie
Mein Name ist Nils Bock. Ich bin Mediävist mit Schwerpunkt auf der politischen und sozialen Geschichte des spätmittelalterlichen Europa. Mich interessiert, wie Macht, Ressourcen und Kommunikation Handlungsspielräume strukturieren. Ich verbinde kulturgeschichtliche Perspektiven mit der Analyse materieller und institutioneller Praktiken – von höfischer Kultur über Diplomatie bis zu Finanzpraktiken und symbolischer Ordnung. Methodisch arbeite ich vergleichend und beziehungsorientiert, besonders zu den Verflechtungen zwischen Frankreich, dem Reich und Italien. Ein Anliegen ist mir die europäische Forschungskollaboration – insbesondere der deutsch-französische Austausch – sowie die reflektierte Nutzung digitaler Werkzeuge.
Forschungsschwerpunkte:
- Höfische Kultur, Diplomatie, Kommunikationsformen
- Finanzpraktiken, Risko, Vertrauen
- Heraldik/visuelle Ordnungen als soziale Praxis
- Digitale Modellierung historischer Beziehungen
- Verflechtungs- und Beziehungsgeschichte (FRA-DEU-ITA)
- Burgund: Macht, Diplomatie und Präsenz
Verhandlungen, Nähe und symbolische Praktiken der politischen Kommunikation an Fürstenhöfen. - Finanzpraktiken und politische Kultur um 1300
Kredit, Risiko und Vertrauen als Werkzeuge politischer Steuerung zwischen französischer Monarchie, Papsttum und Florentiner Bankiers. - Heraldik als soziale Praxis
Wappen als Medium von Identität, Status, Erinnerung und performativer Präsenz. - Digitale Forschungsinfrastrukturen
Entwicklung und Analyse kollaborativer Datenmodelle zur Sichtbarmachung wissenschaftlicher Wissensräume.
Arbeitsweise:
Ich arbeite quellennah und analytisch. Mich interessiert, wie soziale Beziehungen durch Rituale, Objekte, Dokumente und räumliche Präsenz hergestellt und verhandelt wurden. Die Verbindung von Detailstudien und übergreifenden historischen Zusammenhängen steht dabei im Zentrum meiner Arbeit.
Forschung und Vermittlung
Wissenschaft verstehe ich als dialogische Praxis. In der Lehre fördere ich eigenständiges Denken, kritische Quellenarbeit und kollaborative Projektformate.
Wissenschaftskommunikation und digitale Vermittlungsformate nutze ich gezielt, um Forschung sichtbar und zugänglich zu machen.
Médiéviste, je m’intéresse à la manière dont les relations politiques, sociales et économiques se construisent et se transforment dans l’Europe de la fin du Moyen Âge. J’étudie notamment les liens entre la monarchie française, la cour pontificale et les réseaux marchands italiens, ainsi que les formes de visibilité et de représentation comme l’héraldique. J’accorde une attention particulière au travail collectif et au dialogue entre traditions de recherche, notamment dans le cadre de la coopération scientifique franco-allemande et de projets numériques collaboratifs.
I am a medieval historian focusing on how political, social, and economic relationships were formed and negotiated in late medieval Europe. My research examines the connections between the French monarchy, the papal curia, and Italian merchant networks, as well as the role of visual and symbolic forms such as heraldry. I am committed to collaborative research and to fostering dialogue between scholarly traditions, especially in the context of Franco-German academic cooperation and digital humanities projects.